Roboterdruck mit Industrierobotern
Roboterdruck nutzt die Reichweite und Beweglichkeit von Industrierobotern für großformatige und mehrachsige additive Fertigung. Statt ausschließlich in horizontalen Ebenen zu drucken, können Druckbahnen an Bauteilgeometrie, Werkzeugorientierung und Anlagenkinematik angepasst werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten für große Bauteile, Formen, Werkzeuge, Prototypen und hybride Fertigungsprozesse.
Industrieller 3D-Druck mit Roboterkinematik
Bei robotergestütztem 3D-Druck bewegt ein Industrieroboter den Extruder oder das Bauteil entlang der berechneten Druckbahn. Zusätzliche Dreh- und Positionierachsen können den verfügbaren Arbeitsraum und die möglichen Werkzeugorientierungen erweitern. Besonders mit P3D-LFAM – Large Scale Printing Solution für Large Format Additive Manufacturing (LFAM) lassen sich dadurch Bauteilgrößen und Geometrien realisieren, die mit klassischen kartesischen 3D-Druckern nur eingeschränkt möglich sind.
Typische Anwendungen für Roboterdruck
- P3D-LFAM für großformatige additive Fertigung
- mehrachsiger und nicht-planarer 3D-Druck
- Formen, Modelle und Werkzeuge
- Prototypen und großformatige Funktionsbauteile
- Vorrichtungen und produktionsnahe Hilfsmittel
- hybride Prozesse aus Drucken und Fräsen
Druckbahnen mit P3D Slicer vorbereiten
Für den Roboterdruck müssen aus der 3D-Geometrie geeignete Druckbahnen entstehen. Der P3D Slicer für mehrachsigen 3D-Druck ist die Slicing-Software innerhalb der P3D-LFAM-Lösung und unterstützt planare und nicht-planare Strategien, Wandbahnen, Füllstrukturen, variable Schichthöhen, Werkzeugorientierungen und die maschinenspezifische Ausgabe.
Alle Funktionen des P3D Slicer ansehen →
Offline-Programmierung und Simulation der Roboteranlage
Die Druckbahn allein reicht für einen industriellen Roboterprozess nicht aus. Roboterkinematik, Erreichbarkeit, Achsgrenzen, Werkzeugorientierung, Zusatzachsen und mögliche Kollisionen müssen vor der realen Produktion berücksichtigt werden. Dafür wird die additive Prozessplanung mit Offline-Roboterprogrammierung und Maschinensimulation verbunden.
Vom 3D-Modell zum Roboterdruck
Ein typischer Workflow beginnt mit dem digitalen Bauteil. Anschließend werden Druckstrategie und Druckbahnen festgelegt, die Roboterbewegungen für die reale Anlagenkinematik vorbereitet und der Prozess virtuell geprüft. Über einen passenden Postprozessor wird schließlich das Programm für Roboter und Steuerung ausgegeben.
Roboterdruck als Teil hybrider Fertigung
Roboterdruck kann mit spanender Nachbearbeitung kombiniert werden. Additiv erzeugte Bauteile oder Formen lassen sich anschließend fräsen, um definierte Funktionsflächen, Bohrungen oder höhere Oberflächenqualitäten zu erreichen. Informationen zur spanenden Roboterbearbeitung finden Sie unter Roboterfräsen mit ENCY Robot.
Roboterdruck für Ihre Anwendung prüfen
Für eine technische Einschätzung sind Bauteilgeometrie, gewünschtes Material, Extrusionssystem, Roboter, Steuerung, Zusatzachsen und der geplante Fertigungsprozess entscheidend. Wir prüfen gemeinsam, wie P3D-LFAM, P3D Slicer, Roboterprogrammierung und Postprozessor in Ihrer Anlage zusammenspielen können.
